Dark side of Europe. 2015

„We arrived on the dark side of Europe – Erinnerungen an Idomeni“. Der Titel entstand im Zuge eines Gespräches über Pink Floyd mit einem der Bewohner Idomenis. Tausende Menschen waren 2015 dort an der griechisch-mazedonischen Grenze gestrandet. Um sich aus ihrer Sprachlosigkeit zu befreien und ihren Forderungen Audruck zu verleihen, beschrifteten sie ihre Zelte – in der Ho nung, dass ihre Zeilen von den Fernsehteams aufgezeichnet, irgendwohin gesendet und gelesen werden würden. Gesammelt, disloziert und inszeniert finden sie in Kunsträumen eine neue Rezeptionsfläche. Die Zitate auf den beleuchteten und vibrierenden Zeltwänden geben Einblicke in die Lebenswelt dieser heterogenen Gruppe von Menschen, die hier zur unfreiwilligen Schicksalsgemeinschaft wurden. mit Mitarbeit von Arnold Haberl, Amir Zada Kahn, Bachir Abdulahad, Mahdir Nadir Hussain, Wisam.