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>> watch Spin - part I, III, IV

Mit "Spin"(von engl spin, Drehung, Drall) bezeichnet die Quantenmechanik den Eigendrehimpuls von Elementarteilchen. Im Tanz bezeichnet "Spin" die schnelle Drehung eines Tanzenden um seine Körperachse. Im Verlauf der Komposition von Hannes Löschels "Spin" entstehen ebenfalls "Spins". Auf dem Spielfeld eines mit Flügel und Elektronik erweiterten Streicherensembles schälen sich einzelne Elemente aus dem Notentext, scheinen für einige Augenblicke unvorhersehbare Eigendynamik zu, entwickeln und integrieren sich wieder in die "Organisation". Die Titel der fünf ineinander übergehenden Sätze greifen verwendete Spieltechniken oder Spielcharaktere auf. Dieser Zugang wird auf der visuellen Ebene übernommen und setzt die Elemente in eine abstrahierte Bildsprache um, die durch die Modifikation von Zeitabläufen, Überlagerungen und Ausschlüssen entsteht. Das Ausgangsmaterial entstand bei Aufnahmen mit PHACE|CONTEMPORARY MUSIC im Studio 2, ORF Wien. "Spin - Readymade" zeigt den ganzen ersten Satz, das Video "Spin part I, III, IV" einen Zusammenschnitt aus den ersten, dritten und vierten Satz.